You are here
Home > Beiträge >

Jahresrückblick 2011 – das Jahr, das zuviel wollte …

Während ich schreibe, sind es noch circa zehn Stunden, bis 2011 zuende ist, und mir ist etwas mulmig. Es könnte in diesen zehn Stunden noch so einiges passieren, wenn man es auf das ganze Jahr gesehen statistisch betrachtet …

Für mich ist dieses Jahr eindeutig zu schnell vergangen. Gefühlsmäßig wäre ich jetzt erst im Oktober. Mir ist von der Schnelligkeit,mit der die Wochen und Monate vorbeigaloppiert sind noch ganz schwindlig.

Es ist soviel passiert!

In der arabischen Welt haben sich die Menschen endlich gegen ihre Diktatoren aufgelehnt. Erstaunlich wie lange ein Volk Unterdrückung und Pein erträgt, bis es sich auf die Kraft und Macht der Masse besinnt und den Aufstand wagt.
Diese Mobilisierung hat auch viel mit der Globalisierung und technischen Vernetzung zu tun. Dank den sozialen Netzwerken des Internets und einigen mutigen Menschen wurde die Welt aufgefordert hinzuschauen, statt weg.

Fukishima ist die Katastrophe schlechthin. Ich fürchte, es ist die größte Katatstrophe seit es Menschen gibt.In absehbarer Zukunft werden wir hören, dass Tschernobyl ein klitzekleiner Unfall dagegen war. Die Menschen in Japan finden hoffentlich einen Weg, wie sie weitermachen und vor allem gesund bleiben können.

Was mich freut ist, dass Guttenbergs Fassade zusammenfiel, bevor er so richtig loslegen konnte. Ein Glück kam die Aberkennung seines Doktortitels, was wäre es sonst für eine Botschaft an unsere Jugend geworden. Fälschen,Täuschen und Kopieren sind einfach keine Kavaliersdelikte, sondern absolut verachtungswürdig. Da bin ich ganz rigoros.

Auch schön: Berlusconi weg. Was für ein größenwahnsinniger, ekliger Chauvinist und Sexist. Seine Tutti Frutti Mentalität ist hoffentlich mit ihm gegangen.

Osama Bin Laden: was soll ich dazu schreiben. Angeblich sind Milliarden für die Suche nach ihm drauf gegangen, andererseits gibts Stimmen, die behaupten, es war alles so gewollt, wie es kam. Oder anders ausgedrückt, sie hätten ihn auch schon viel früher erwischen können. Was hier wahr oder unwahr ist, wer weiß das? Ich denke, dieses Kapitel ist noch ganz nebulös …

Als ich aus meinem dreiwöchigen Urlaub aus der Türkei zurück in Berlin war, gab es gleich zwei schockierende Ereignisse:

1. Dieser irre Norweger, verblendet und eiskalt, wer weiß warum, erschießt, im Outfit eines Actionantihelden, 77 junge Menschen auf einer Insel ohne mit der Wimper zu zucken. Was für ein Horrorszenario, als wärs ein amerikanischer B-Movie. Leider ist es geschehen und für sowas gibt es immer eine kollektive Schuld, sollte es die Schuldfrage geben.

2. Amy Winehouse tot! Hat man es geahnt? Vielleicht. Sie war gut und sie war so abgefuckt, das war schon eine fatale Kombi. Da hatte man bei ihren Auftritten schon erste Sorgen, ob das gut geht. Diese Art von sukzessiver Selbstzerstörung kannten wir bereits: Jim Morrison, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Phil Lynott, Kurt Cobain, Heath Ledger… u.v.m.
Sehr traurig und schade, das mit Amy. Wenn das Grundvertrauen in sich und dass man etwas Wert ist, nicht da ist, wird es sehr schwer für einen sensiblen Menschen wie sie es war und wie all diejenigen sind, die sich selbst zerstören oder verletzen…

Loriot ist auch gestorben. Toller Mensch, toller Humor, unvergesslich. Ich kenne alle seine Sketche. Die kleinen und großen Schwächen des Menschen und seines Alttags so köstlich und liebevoll uns vor Augen führen, beherrschte er als Meister seines Fachs. Er und Peter Ustinov waren da die ganz Großen.

Letztes Silvester hatte ich mir gewünscht, dass alles gut läuft und ich 2011 mein Buch zuende schreiben kann. Ich hatte mich allerdings darauf eingestellt, dass ich bei Verlagen Klinken putzen muss. Als Amazon jedoch im April mit KDP kam, wusste ich, das ist es. Etwas Besseres konnte mir und vielen anderen Autoren nicht passieren. Der Zugang zum Leser war und ist nun frei … aber nicht leicht: sich selbst zu vermarkten verlangt Fingerspitzengefühl, will man niemandem auf die Nerven gehen. Ich will diesen Indie-Autorin Weg gehen, ich will authentisch bleiben und meine Leser finden, ohne zehnmal am Tag über mein Buch zu tweeten oder Verwandte und Freunde einzuspannen. Villeicht bin ich da naiv und dumm, aber egal, in den Worten der ‚Rolling Stones‘ „Time is on my side…“ …

Und noch was, ich bin unendlich dankbar für folgende Dinge im Jahr 2011:
– Ich und meine Famile sind wieder NICHT mit dem Flugzeug abgestürzt.
– Niemand ist ernsthaft krank geworden
– Mein Paps ist noch am Leben (meine Mom leider nicht-Ich vermisse sie!)
– Keine Schulden
– Freunde alle noch da
– Ich habe mein Buch fertig geschrieben und veröffentlicht.
– Viele nette und interessante Menschen via Twitter kennengelernt
– Weihnachten gut überstanden
– Schreibe, schreibe und schreibe …

Ich wünsche allen meinen Lesern und denen, die meinen Blog verfolgen oder auch nur zufällig hier gelandet sind einen tollen Rutsch in das hoffentlich wundervolle Jahr 2012.

Feiert, tanzt, lacht, singt, trinkt, liebt und was auch immer, kommt gut rein in den Januar… Der halbe Winter ist geschafft. Die TAge werden heller.

Ich wünsche allen nur das Beste! HAPPY NEW YEAR !!

Eileen

Schreibe einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.

Top