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Indie-Autoren brauchen keine Agenten und keine Verlage, sonst wären sie keine Indie-Autoren

Die Zeiten für Autoren ändern sich gerade in einem rasanten Tempo!

Die Erschließung des eBook Marktes und die Möglichkeit des Direct Publishing über entsprechende Plattformen macht es Autoren möglich, den Leser schneller und direkt zu erreichen. Es ist beeindruckend, welche potenziellen Ausmaße dieser Paradigmenwechsel in Aussicht stellt. Verlage und Agenten müssen schnellstens umdenken, zumindest was ihre bisherige Geschäftspraxis anbelangt. Agenten werden wahrscheinlich als erste in ein paar Jahren gänzlich entbehrlich sein, für Indies, den unabhängigen Autoren, sind sie es im Prinzip bereits. Verlage werden sich, je nach Größe, noch eine Weile halten, aber der Sensemann steht vor ihrer Tür … Sie müssen sich also umorientieren, wollen sie in irgendeiner Form noch bestehen, müssen sie Autoren Verträge und Dienste anbieten, die mit dem Selfpublishing konkurrieren können.

Der langsame Untergang der Verlage in der Form, wie wir sie kennen, mag für den einen oder anderen undenkbar sein, aber es wird passieren, denn zu entmachtet sind Autoren, die ihre Bücher traditionell veröffentlichen. Obwohl ohne sie – den Autoren – und ihren Werken garnichts ginge im komplexen Verlagwesen, sind sie diejenigen, die am wenigsten verdienen und zudem Kontrolle und Rechte in einem nicht (mehr) akzeptablen Maß abgeben,

Ich würde – nach alledem, was ich tagtäglich über die Entwicklungen in der Buchbranche lese – allen jungen, angehenden Autoren nur raten: werdet oder bleibt unabhängig!

Die eBook Branche ist am boomen, die eReader werden zusehends billiger …

Die Tantiemen für Indie-Autoren zollen endlich den Respekt, den diese Autoren verdienen in Form von Dollars, Euros und Pounds. Ihre Werke können sofort nach Entstehung zeitlos in den digitalen Regalen liegen und ihre Leser finden.

Was habe ich für Tipps? So einige, denn es gibt auch für Indies noch Fallen.

1. Verzichtet ein für allemal auf Agenten. Dies scheint ein logischer Zug zu sein, denn sie interessieren sich nicht wirklich für euch oder euer Werk. Sie wollen an euch soviel wie möglich verdienen und für euch so wenig wie möglich tun! Das mag jetzt hart und pauschal klingen und tut einigen wenigen Agenten sicher unrecht, aber ich denke, im Kern stimmt diese Annahme.

Agenten sind also OUT! Indies brauchen sie nicht! Indies brauchen Betaleser und eigenes KnowHow. Indies müssen sich um Eigenlektorat, Fremdlektorat, Korrektorat und Layout kümmern, wie, das sei jedem Indie selbst überlassen. Um qualitativ hochwertiges Lesematerial zu produzieren sind diese Punkte unabdingbar.

2. Wir brauchen keine Verlage, die uns den Weg versperren (von wievielen Verlagen wurde Rowlings „Harry Potter“ abgelehnt – waren es nicht an die 10?) oder – für den Fall, sie wollen unser Buch vermarkten – uns jedwede Kontrolle entziehen und mit lächerlichen Tantiemen von 8-10 % abspeisen.

Denn Indie-Autoren finden den Weg direkt zum Leser -Qualität  immer vorausgesetzt.

3. Informiert euch also gut über diese Entwicklungen und lasst euch nicht vereinnahmen.

Die Kontrolle über euer Werk gehört ausschließlich in eure Hände. Wer das nicht hinkriegt, sollte sich fragen, welchen Sinn das eigene Werk bzw. die Schriftstellerei haben soll?

4. Indie-Autoren verlegen sich selbst!

Lasst euch nicht einreden, ihr bräuchtet die Lektoren, den Cover-Artist und die Werbekampagne von Verlagen. Ihr könnt euch um diese Dinge selber kümmern oder unabhängige Kooperationspartner finden – wie gesagt: Die Kontrolle muss bei euch bleiben.

Im Moment schwirren im Netz jede Menge ominöser Agenten, Verlage und Cover-Artists, oder wie sie sich sonst nennen, herum und wollen den Indies ihre Dienste andrehen, indem sie ihnen Inkompetenz einzureden versuchen – bestärkt von der snobistischen Haltung von Kritikern der Indie Szene. Hier sei also Vorsicht geboten – es geht um eure Kontrolle und euren Geldbeutel.

Und achtet auf eure Psychohygiene! Behaltet eure selbstbewusste Haltung, passt gut darauf auf, sie ist zuweilen fragil.

Ihr könnt mehr als ihr denkt, und ihr könnt immer dazu lernen.

Glaubt an euch! GLAUBT AN EUCH!

Glaubt was ihr wollt!

Ich hoffe, ich habe einige angeregt, die Ärmel hochzukrempeln und zu sagen, okay, was ich eventuell noch nicht kann, werde ich nicht delegieren und damit Kontrolle abgeben. Ich werde immer die Kontrolle behalten und von meinem Kuchen das größte Stück behalten.

Denn das bedeutet ein INDIE-AUTOR zu sein!

Willkommen in der schönen, neuen Indie-Szene.

Eileen

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